Tea Masala und Dalai Lama

Der Bus holpert über die zerschlissene Straße, über mir singt ein kleines Mädchen und neben mir schläft ein junger Inder, die Hitze und der Wüstenstaub dringen durch die kleinen Schiebefenster in den Bus und die Vorhänge flattern im Fahrtwind. Wir befinden uns irgendwo zwischen Jodhpur und Udaipur auf einer staubigen Straße, ich wische mir den Schweiß von der Stirn, draußen ein Hupkonzert, irgendwo bellt ein abgemagerter Straßenhund, ich lehne mich im Sitz zurück und atme eine Mischung aus Räucherstäbchen, Abgasen und frisch zubereiteten Dosa ein…

Einige Tage zuvor betreten wir nach einer anstrengenden Anreise den Flughafenvorplatz von Delhi. Bis auf die Zähne mit Informationen bewaffnet machen wir uns bereit für einen Ansturm dubioser Taxifahrer, die uns auf alle bedenklichen Weisen betrügen wollen. Uns, die Westler, die wandelnden Goldgruben. In der Mail des Hostels hat es geheißen, dass wir nur mit einem Taxi der Firma Meru fahren sollten und der Schalter direkt hinter dem Ausgang liege. Lässig verlassen wir also das Flughafengebäude in der Hoffnung als Einheimische akzeptiert zu werden. Und *trommelwirbel* kein Mensch interessiert sich auch nur eine müde Bohne für uns.

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