Kambodscha Tage 23 – 27 zehn kleine Geschichten

#1 Touristenauffangstation 007

So schön kambodschanische Gasthäuser auch sind und so nett man doch von allen umsorgt wird, so schlimmer ist es, wenn die Idylle zu kippen beginnt. Denn irgendwann schlägt Sorge und Achtsamkeit in Unterdrückung und Kontrolle um.  In Sihanoukville verweilen wir schließlich eine IMG_8127Nacht, weil die Fähre bei stürmischem Wetter leider nicht zu den, der Küste vorgelagerten, Inseln ablegen kann. Das Guesthouse, in das uns unser Taxi-Fahrer bringt, vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck einer Touristenauffangstation. Unser Blick sollte uns nicht täuschen. Aus dem Taxi werden wir an die Rezeption verfrachtet, abgefertigt und in unsere Zimmer verlegt. Immerhin gibt es einen Fernseher, ein Hoffnungsschimmer, ich fühle mich nicht mehr ganz wie eine Kuh, denn Kühe haben schließlich keine Fernseher in ihren Ställen. Ich weiß nicht ob dies die Lage besser macht. Aus dem Zimmer geht es dann weiter in das integrierte Restaurant. Essen fassen oder Fütterungszeit. Read More »

Kambodscha Tage 21 – 22 You’re a superstar, at the gaybar.

“One, one, one, one … one me hahahahahahahaha“ … mit diesen Worten lässt sich wohl am besten der lustige Kambodschaner beschreiben, der uns auf der Fahrt mit dem Tuktuk durch Phnom Penh begleitet und unaufhörlich zulabert. Es geht um Sex, Drugs und Rock’n’Roll und unser beherzter Mitfahrer möchte uns am liebsten gleich alles verkaufen und am liebsten gleich mitmachen. Hahahaha – ein breites grinsen und schallendes Gelächter. Wir schließen ihn sogleich in unser Herz.

SONY DSCWir befinden uns in Phnom Penh und haben ein Tuktuk zu den Killing Fields gemietet. Vor ungefähr dreißig Jahren hat die kommunistische kambodschanische Partei Genozid verübt und klammheimlich mal eben drei Millionen eigene Gefolgsleute auf brutalste Art und Weise hingerichtet und in Massengräbern verscharrt. Die westliche Welt schaute damals zu oder unterstützte sogar die Schreckensherrschaft der Khmer Rouge – in der Schule haben wir nie etwas davon erfahren. Beängstigend. Doch lieber später als nie! Nun befinden wir uns auf dieser Tuktuk Fahrt und plötzlich steigt ein kleiner, grinsender Kambodschaner mit Cappy an Board und versüßt uns unseren kargen Tag. Read More »